X

Ergotherapie in der Pädiatrie

Die Behandlung von Kindern ist ein wesentliches Teilgebiet der Ergotherapie. Sie ist ärztlich verordnet bei Kindern indiziert, deren Entwicklung hinsichtlich ihrer Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit eingeschränkt bzw. behindert ist. Dies können Störungen des Bewegungsablaufs (Grob- und/oder Feinmotorik), Störungen der sensomotorischen Entwicklung und der damit verbundenen Beeinträchtigung kognitiver Prozesse sein. Auch Störungen der Wahrnehmungsfähigkeit und-verarbeitung, Verzögerungen der Sozialentwicklung, der Beziehungsbildung und Kommunikationsfähigkeit sind behandlungsrelevante Bereiche der Ergotherapie. Psychische Erkrankungen wie Verhaltensstörungen, ADHS und frühkindlicher Autismus sind ebenfalls Gegenstand der ergotherapeutischen Behandlung.

Behandelt wird, je nach Störungsbild, Entwicklungsstand und sozialem Umfeld, nach unterschiedlichen Behandlungskonzepten und -ansätzen, wie z.B. dem IntraActPlus-Konzept (verhaltenstherapeutisch orientierter Therapie-und Interventionsansatz) www.intraactplus.de, Frostig Konzept ( Programm zur frühzeitigen und systematischen Förderung der visuellen Wahrnehmungsfunktionen wodurch die allgemeine Wahrnehmung verbessert und die Gefahr schulischen Versagens vermindert werden kann), Sensorischer Integrationstherapie (zur Reduktion von Verarbeitungsstörungen der Sinneswahrnehmung, welche bei einem großen Teil von Schulkindern mit den verschiedensten Lernproblemen vorliegen).

Behandlungen finden im Rahmen einer Einzeltherapie oder auch Gruppe statt.

X

Ergotherapie in der Handrehabilitation

In der Handtherapie bzw. manuellen Therapie soll die funktionsgesteuerte Hand zum zielgerichteten, koordinierten und zur ursprünglichen Funktion zurückgeführt werden
Das Ziel der Handtherapie ist es dem Patienten frühere Beschäftigungen und Tätigkeiten weitestgehend zu ermöglichen, um seinen Anforderungen im sozialen, häuslichen und beruflichen Bereich wieder gerecht zu werden
Behandlungsschwerpunkte:

- Sensibilitätstraining
- Manuelle Therapie
- Passive und aktive Mobilisation
- Tapen
- Beüben physiologischen Bewegungsausführungen
- Verbessern der Feinmotorik

Krankheitsbilder:

- Rheuma
- CRPS
- Arthrose
- Streck- und Beugesehenverletzungen
- Narbenbehandlungen
- Karpaltunnelsyndrom
- Mb. Dypetren

Link: www.dahth.de

X

Ergotherapie bei neurologischen Auffälligkeiten

Ergotherapie und Neurologie sind zwei eng verbundene Bereiche in der Medizin. Vor allem Erkrankungen des Zentralnervensystems werden bei der Ergotherapie in der Neurologie behandelt. Das Gehirn ist in der Lage, auch nach größeren Schädigungen in bestimmten Regionen wieder Nervenverbindungen aufzubauen. Deshalb ist es wichtig, genau diese Bereiche zu trainieren und zu fördern. Hier setzt die Ergotherapie in der Neurologie an.

Durch den Verlust ihrer Fähigkeiten sind die Betroffenen mehr oder minder schwer belastet. Nicht nur eventuelle Schmerzen beeinträchtigen den Patienten, sondern ganz besonders das Bewusstsein, alltägliche Dinge nicht mehr selbst erledigen zu können und auf Hilfe angewiesen zu sein.

Die Hauptaufgabe der Ergotherapie in der Neurologie ist, die verlorenen Fähigkeiten wieder zu erlernen, beziehungsweise die Verbliebenen zu verbessern, damit der Betroffene seine Selbstständigkeit so weit wie möglich wiedererlangt und erhält. Die Ergotherapie in der Neurologie berät in der Auswahl geeigneter Hilfsmittel und zu Veränderungen im häuslichen und beruflichen Umfeld.

Der Abbau von krankhaften Bewegungsmustern und das Einüben normaler Bewegungen, sowie die Verbesserung der Fein- und Grobmotorik und der Gleichgewichtsempfindungen können Ziele der Maßnahme sein. Weiterhin hilft sie bei der Koordination und Umsetzung der Sinneswahrnehmungen und deren Integration zum sensorischen Bereich. Neuropsychologische Einschränkungen, wie die Merk- und Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Gedächtnistraining und unter Umständen auch das Wiedererlernen von Lesen und Schreiben werden bei Bedarf als weitere Ziele, im Rahmen eines Hirnleistungstrainings, verfolgt. Der Patient lernt, Teilschritte einer Handlung nachzuvollziehen, Gegenstände zu erkennen und das Erfassen von Zeit, Räumen und Personen. Aber auch Verhaltensauffälligkeiten, die mit den Erkrankungen einhergehen können, werden durch die Ergotherapie in der Neurologie in positivere Bahnen gelenkt.

Je nach den festgesetzten Zielen bietet die Ergotherapie in der Neurologie verschiedene Behandlungstechniken und -konzepte an, die sich alle an den Kompetenzen der Patienten orientieren. Eine besondere, hier in der Praxis auch angewandte Methode, ist die sog. Spiegeltherapie.

Typische Anwendungsgebiete sind u. a. Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumata, Verletzungen des Rückenmarks, Parkinson-Krankheit, Multiple Sklerose, Chorea Huntington o. ä. Erkrankungen des Nervensystems. Degenerative Hirnerkrankungen wie Demenz oder andere Einschränkungen (z.B. Tumorerkrankungen) gehören ebenfalls zum Behandlungsspektrum.

Link: www.spiegeltherapie.de

(ergotherapie.org, 2010)

X
  • Soziales Kompetenztraining
  • Aufmerksamkeitstraining
  • Elterntraining

Soziales Kompetenztraining

Häufig kommt es in der Familie, Schule oder unter Freunden zu erheblichen Problemen, wenn sich Kinder nicht trauen sich zu wehren, nicht "Nein" sagen können, Situationen mit vielen Kindern meiden, sich ungewohnten Situationen entziehen oder schnell in Streitereien geraten, Konflikte nur mit Gewalt lösen können, schnell herumbrüllen oder nicht verlieren können. Ein sogenannter Mangel an sozialen Kompetenzen kann in einer Gruppe unter Gleichaltrigen gezielt behandelt werden, so daß aus derzeitigen Schwächen zukünftige Stärken werden.

Die von zwei erfahrenen Therapeutinnen geleitete Kleingruppe, bietet Ihrem Kind einen geschützten Raum, in dem es unter Anleitung neue Erfahrungen machen und neue Verhaltensweisen erproben kann. Es geht darum die individuellen Grenzen zu erkennen und persönliche Kompetenzen zu stärken.

Inhalte des sozialen Kompetenztrainings sind Wahrnehmung eigener Stärken, Gefühle erkennen und benennen, Situationen einschätzen lernen, Vermeidungsstrategien abbauen, neue, praktische Handlungsstrategien erlernen, eigene Stärken nutzen, sicheres bewegen in Gruppen, Auseinandersetzungen lösen können sowie zutrauen von neuen Situationen.

Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Voraussetzung ist die Verordnung der Maßnahme durch einen Arzt.

Bitte nehmen Sie bei Interesse mit uns Kontakt auf.

Aufmerksamkeitstrainingnach oben

Das Aufmerksamkeitstraining richtet sich an Kinder, die leicht ablenkbar sind und es in der Schule sowie bei den Hausaufgaben deshalb zu Problemen kommt. Voreiliges Handeln, Flüchtigkeitsfehler, unnötig lang andauernde Hausaufgaben, trödeln und wegträumen sind häufige Schwierigkeiten, mit denen die Kinder nicht adäquat umgehen können.
Ziel des Trainings ist es, den Kindern Methoden zum planvollen und strukturierten Handeln bei unterschiedlichen Aufgabenstellungen an die Hand zu geben. Das selbständige Erarbeiten von Lösungsstrategien sowie die eigenständige Kontrolle werden während des Trainings angestrebt. Ein angemessener Umgang mit Fehlern wird dabei beübt. Verhaltenstherapeutische Elemente finden dabei Anwendung, wodurch die Anstrengungsbereitschaft und Leistungsmotivation erhöht werden. Bei den Eltern schafft das Training ein Bewusstsein für die Problematik ihrer Kinder, erleichtert ihnen das Verständnis und unterstützt sie bei der Förderung dieser.
Methodisch greift das Aufmerksamkeitstraining auf das neuropsychologische Gruppenprogramm "Attentioner" sowie das "Marburger Konzentrationstraining" zurück.

Die Maßnahme wird bei ärztlicher Verordnung von den Krankenkassen übernommen.
Bitte nehmen Sie bei Interesse mit uns Kontakt auf.

Elterntrainingnach oben

Eltern sein ist eine sehr fordernde, verantwortungsvolle und häufig tägliche Herausforderung. Die Elternrolle beinhaltet dabei die Kinder zu fördern und optimal auf die Schule und das spätere Leben vorzubereiten. Kommen zu den gesellschaftlichen Anforderungen Krankheitsbilder wie ein AD(H)S oder Verhaltensauffälligkeiten und Schulprobleme hinzu, wird Eltern sein zunehmend erdrückend. Grundlegende Bedürfnisse des Kindes nach einer positiven Eltern- Kind Bindung, liebevollen Umgebung und dem Gefühl des angenommen werden haben keinen Raum mehr.
In unserem Elterntraining sollen Eltern dabei unterstützt werden die Individualität ihrer Kinder zu beachten, ihre Stärken zu fördern und mit täglichen Anforderungen anerkennend sowie anleitend umzugehen. Den Kindern soll eine Balance zwischen angemessenen Freiräumen und notwendigen Grenzen sowie Respekt vermittelt werden. Ebenso sind Selbstreflexion und der Austausch mit anderen betroffenen Eltern Teil des Elterntrainings.

Inhalte des Elterntrainings

Wie werden Ruhe und Entspanntheit im täglichen Umgang mit den Kindern erreicht?
Wie können beim Kind, den Eltern wichtige Ziele und Werte aufgebaut werden?
Wie baue ich beim Kind eine positive Eigensteuerung auf?
Wie mache ich meine Kinder sozial, selbstsicher und stark?
Wie führe ich meine Kinder zu effektivem Lernen?
Wie kann ich Fehlverhaltensweisen oder Störungen meines Kindes korrigieren?
Wie führe ich in der Familie erfolgreiche Gespräche?
Wie gehe ich mit Widerständen um?

Das Elterntraining richtet sich nach dem OptiMind-Konzept. Dies basiert auf verhaltens- und gesprächstherapeutischen Ansätzen. Anhand von Fallbeispielen wird individuell in Kleingruppen gearbeitet. Es ist wissenschaftlich evaluiert durch Prof. Dr. Moosbrugger und Herrn Dipl. Psych. Höfing, Universität Frankfurt.
Die Kosten für das Training können im Rahmen der Gesundheitsprävention oder über den § 43 SGB V (Ergänzende Leistungen zur Rehabilitation) von den Krankenkassen übernommen werden. Bitte informieren Sie sich hierzu vorab bei Ihrer jeweiligen Krankenkasse.

Bitte nehmen Sie bei Interesse mit uns Kontakt auf.nach oben

X

Ergotherapie im arbeitsrehabilitativen bzw. arbeitstherapeutischen Handlungsfeld

Arbeitstherapie sowie die Vorbereitung auf eine medizinische oder berufliche Rehabilitation, können als klinische Behandlung ambulant durchgeführt werden. Verschiedene Kostenträger wie z.B. die Krankenkasse oder Rentenversicherungsträger können hierfür zuständig sein.
Im klinischen Bereich, der Arbeitstherapie oder der arbeitsrehabilitativen Ergotherapie, findet nach eingehender Arbeitsdiagnostik Arbeitstherapie, Arbeitstraining und/oder eine Belastungserprobung statt.
Die Art der Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und der beruflichen Situation des Patienten. Grundsätzlich geht es in diesem Bereich um die Verbesserung der Grundarbeitsfähigkeiten (z.B. Belastbarkeit, Körperkraft, Ausdauer, Auffassung/Wahrnehmung, Ordnung, Zeiteinteilung und Konzentration), der speziellen arbeitsrelevanten Fähigkeiten (z.B. lebenspraktische Fähigkeiten, handwerklich- technisches Verständnis, Sorgfalt, logisch-analytisches Denken, Kulturtechniken und Umgang mit dem PC), sowie der Erweiterung sozialer (z.B. Durchsetzungs- und Entscheidungsfähigkeit, Nähe/Distanz wahren, Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und ggf. Kunden) und emotionaler Kompetenzen (z.B. Eigeninitiative, Ich-Stärke, Antrieb/ Motivation, Frustrationstoleranz, angemessener Gefühlsausdruck).
Das übergeordnete Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist immer die größtmögliche Handlungskompetenz im Zusammenhang mit der größtmöglichen Selbstständigkeit des Klienten.

(DVE, 2006)

X

Ergotherapie bei Down-Syndrom

Menschen mit einem Down Syndrom bietet unsere Praxis syndromspezifische Fördermöglichkeiten an. Diese beziehen sich v. a. auf die motorische Entwicklung, eine Vergrößerung der selbständigen Teilhabe am Alltag sowie die Regulation von Verhaltensauffälligkeiten.
Syndromspezifische Aspekte beim Lernen, insbesondere schulrelevanter Inhalte, werden berücksichtigt.
In Kooperation mit dem Deutschen Down-Syndrom InfoCenter findet monatlich in der Praxis eine therapeutische Sprechstunde statt, in der Kinder zwischen drei und sieben Jahren ergotherapeutisch, logopädisch und krankengymnastisch untersucht und beraten werden. Auch steht zu dieser Zeit eine Vertreterin des InfoCeters für sämtliche Fragen zum Thema Down Syndrom zur Verfügung. Weitere Infos und Anmeldung über www.ds-infocenter.de

X

Ergotherapie bei psychischen Problemen

Die Hauptaufgabe der Ergotherapie in der Psychiatrie ist das Wiedereingliedern der Patienten in die Gesellschaft. Dazu müssen die Motivation, die Belastbarkeit und die Ausdauer gestärkt werden. Ganz wichtig sind das Einüben neuer Denkmuster und die Förderung des Selbstvertrauens. Die Betroffenen werden angeleitet, wie sie wieder selbstständig ihren Tagesablauf gestalten und strukturieren können, ohne in die alten Verhaltensmuster zurückzufallen. Emotionale Fähigkeiten werden gefördert und der Patient lernt, seine Gefühle auszudrücken.

Grundziele der Ergotherapie sind die Entwicklung, der Erhalt und die Verbesserung von psychischen Grundleistungsfunktionen. Dazu gehören die Selbstständigkeit, die Flexibilität und das situationsgerechte Verhalten. Ein Teilziel kann sein, den Betroffenen wieder in das Arbeitsleben zu integrieren. Die Ergotherapie in der Psychiatrie hilft, Lebenskrisen zu bewältigen und gestärkt daraus hervorzugehen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Verbesserung der eigenen Körperwahrnehmung. Der Patient lernt, seine Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu äußern. Eine realistische Selbstwahrnehmung wird angestrebt und die Betroffenen lernen, Nähe zuzulassen und Grenzen abzustecken. Der Therapeut zeigt Übungen zur Entspannung und zum Aggressionsabbau. Auch die Förderung der kognitiven Fähigkeiten kann ein weiteres Ziel der Ergotherapie in der Psychiatrie sein. Kognitive Fertigkeiten sind Gedächtnisleistung, Konzentration und die Aufmerksamkeit. Ergotherapie & Psychiatrie helfen, den Bezug zur Realität wieder herzustellen.

Therapeutisch wird häufig mit Materialien wie Holz oder Ton gearbeitet, um den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, ihre Gefühle und Ängste gestalterisch wiederzugeben. Malen, Korbflechten, Töpfern - es gibt viele Möglichkeiten. Zusammengefasst werden diese Aktivitäten unter dem Namen der Kunst- und Gestaltungstherapie. Weitere Therapieinhalte der Ergotherapie in der Psychotherapie sind Schulung von Aufmerksamkeit und Konzentration, auch als direkte Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in das Berufsleben. Hierzu werden verhaltenstherapeutische Elemente wie z.B. Videoanalysen oder auch das Neurofeedback eingesetzt.

In der Praxis werden sowohl Kinder als auch Erwachsene mit psychischen Erkrankungen behandelt. Schwerpunktmäßig arbeiten wir mit folgenden Krankheitsbildern: Aufmerksamkeitsstörungen im Kindes- und Erwachsenenalter; psychosomatische Erkrankungen; Neurosen; onkologische Erkrankungen; posttraumatische Belastungsstörungen; Autismus im Kindesalter; Depressionen; Borderline-Störungen; Schizophrenie und bipolaren Störungen.

Link: www.eeginfo.ch

(ergotherapie.org, 2010)